Eine Stadt sieht einen Film
Kleine Freiheit
Erzählt wird die Coming-of-Age-Geschichte der beiden Jugendlichen Chernor und Baran mitten in Hamburg. Baran stammt aus einem kurdischen Dorf im Südosten der Türkei und hat seine Eltern im gewaltvollen Konflikt verloren. Chernor kommt aus einem nicht näher benannten Ort in Afrika und träumt von einem Leben in Australien. Beide verfügen über keinen gesicherten Aufenthaltsstatus und sind somit von Abschiebung bedroht. Als die Situation der beiden sich zuspitzt, drohen die Ereignisse zu eskalieren und Baran steht vor folgenreichen Entscheidungen. – Ausgehend von prekären Lebensrealitäten blickt der Film jedoch nicht auf Mangel, sondern auf Selbstwirksamkeit, Mut und die Suche nach der eigenen Geschichte. Zwischen den Nuancen des Begriffs Kleine Freiheit und den verschiedenen Winkeln der Straßen St. Paulis bewegt sich der gleichnamige Film von Yüksel Yavuz – mal rasend schnell, mal mit vorsichtigen Schritten. Mit einem genauen und empathischen Blick schaut er auf Fragen von Zuhause-Sein, Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft.
Wiederaufführung der restaurierten und digitalisierten Fassung. Zu Gast sind Yüksel Yavuz (Regie), Nursen Balci (Maske) und Beatrice Schultz (Ausstattung).
Coming-of-Age, Hamburgfilm; Deutsch, Kurdisch, Türkisch, Französisch mit Untertiteln
Deutschland 2003
Regie: Yüksel Yavuz; mit: Çağdaş Bozkurt, Leroy Delmar, Nazmî Kirik, Necmettin Çobanoglu, Naci Özarslan, Susanna Rozkosny, Sunai Girisken, Thomas Ebermann, Oktay Çagla, Demir Gögköl
102 Min.
FSK 12







